Das ist doch eine Kneipe, oder?Ja, stimmt - aber zunächst einmal ist der Begriff "Ständige Vertretung" ein Relikt aus dem "Kalten Krieg"! Die erste "Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland", kurz StäV, wurde 1974 in der ehemaligen DDR eingerichtet. Sie hatte im Prinzip die Funktionen einer Botschaft, wobei man aber auf jeden Fall den Begriff "Botschaft" vermeiden wollte, um nicht den Anschein zu erwecken, man würde die volle Souveränität der DDR anerkennen. Im Gegenteil: das Grundgesetz der Bundesrepublik sah das Gebot der Wiedervereinigung vor. Es gab auch eine Ständige Vertretung der DDR in Bonn, deren Amtsleiter ebenfalls den Rang eines "Botschafters" hatte. Dies wurde jedoch von der Bundesrepublik ignoriert. Mit der Wiedervereinigung beider deutschen Staaten im Jahr 1990 hatte die Dienststelle ihre Legitimation verloren und wurde aufgelöst. Am ehemaligen Amtssitz in Berlin wurde eine Gedenktafel angebracht. Dennoch handelt es sich nicht um einen aussterbenden Begriff! Auch heute noch gibt es eine Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland - bei den Vereinten Nationen. Und es gibt eine Ständige Vertretung von Deutschen in Norwegen. Und natürlich gibt es noch die Kneipe mit dem Namen "Ständige Vertretung". Die erste Kneipe wurde nach dem Umzug der Regierung von Bonn in Berlin gegründet und diente als Rückzugspunkt für heimwehgeplagte Regierungsmitglieder. Mittlerweile gibt es mehrere Ableger in Deutschland, darunter auch einen in Hamburg (in der Nähe des Steigenberger Hotels). Und wieso nenne ich mich so? Ganz einfach. Diese Wortkombination beschreibt meine Tätigkeit exakt: ständige Vertretungen bei diversen Firmen. Dieses Wortspiel gefällt mir so gut, dass ich mich auch gern fragen lasse: "Das ist doch eine Kneipe, oder?" (Auszüge über die StäV zum Teil aus www.wikipedia.de) -----------------------------
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